Montag – 06.08.2018 Osby – Broby – Glimminge
Der Tag fing heute wieder gemütlich an. Da das Wetter sich im Laufe des Tages bessern sollte, hatten wir geplant, uns für die Draisinen Fahrt erst gegen Abend 1 zu entscheiden. Der Wind war den ganzen Tag über noch vorhanden, aber lange nicht mehr so stark wie am gestrigen Sonntag. Dennoch hat unser Zelthaut gestern wohl schon einiges abbekommen und heute sind dann die Schäden deutlich sichtbar geworden. An den Nähten der Abspannleinen wie auch am Reisverschluss der Tür ist der Stoff bzw. das Fliegengitter dünn geworden. Uns ist als ob das Zelt sagen will, 200 € hab ich gekostet, 4 Urlaube hab ich gehalten, ich habe mein Geld verdient und jetzt möchte ich gerne ersetzt werden. Ob uns das in die Karten spielt, oder ob wir die zweite Zelthaut die wir noch haben wieder fit machen müssen wir im kommenden halben Jahr entscheiden.
Also was haben wir bis ca. 15:00 Uhr gemacht. – Nichts außer lesen, toben und auch die Bakterienbelastung ist durch den Wind zurückgegangen und das Baden wieder erlaubt (( und natürlich hat Papa gefunkt, aber das will ja keiner wissen: Diese neue Betriebsarte FT8 macht sich für’s Funken vor dem Zelt echt gut, kein störender Lärm und auch mit wenig Leistung (5 W) ist viel zu erreichen und mit der rundstrahlenden KFZ Antenne auch viel zu empfangen.
Gegen 15:00 Uhr haben wir uns dann auf den Weg gemacht, in Broby den Laden, der die Vermietung der Draisinen organisiert zu finden. Da war, da wir übermütiger weise auf ein Navi verzichtet haben nicht ganz so leicht, dennoch von Erfolg gekrönt. 500 SEK für 2 Draisinen, den Schlüssel und eine Einweisung was es in der Kommune Broby noch alles interessantes so in der Woche zu Besichtigen und erleben gilt.
Kommen wir zurück zu dem Draisienentripp. Die Strecke hat eine Länge von knapp 6 km und wird im Gegenverkehr befahren. Mit den Draisinen darf man auf der freie Strecke über den Pedalantrieb fahren, an Bahnübergängen muss die Draisine geschoben werden. Dies hat neben dem Aspekt, das man dadurch besser auf den Verkehr achtet den Hintergrund, das die Bahnübergänge vornehmlich von Autos genutzt werden und die Bereiche rechts und links der Schienen so mit Sand und Kies verschmutzt sind, dass die Schienenräder der Draisinen dort gerne aus der Spur hüpfen 2. Was wir erst auf der Rückfahrt so richtig mitbekommen haben, ist die Strecke zu ihrer Mitte hin leicht bergan 3 .
Die Aufteilung der beiden Draisinen war für die Hinfahrt wie folgt: Mama mit Nick, Papa mit Nils. Währen sich der Nick mächtig ins Zeug gelegt hat, um der Mama einen angenehme Mitfahrt zu ermöglichen hat der Nils nach bereits wenigen Metern den Versuch aufgegeben und sich lieber von Papa chauffieren lassen. Auf der Rückfahrt wollten dann die beiden Jungs gemeinsam fahren und Mama und Papa haben sich die zweite Draisine geteilt. In dieser Kombination hat sich der Nils etwas mehr aktiv an der Streck beteiligt, dennoch war der Nick der eifrigere. Auf der Eltern Draisine hat Papa die große Steigung übernommen, dann aber gegen Ende doch an Mama übergeben, da die zweite Draisine zwar besser auf den Schienen gelaufen ist, der Sattel aber eine solch ungünstige Höhe 4 aufwies, dass er sich mit den Knien beim Trampeln hinter den Ohren kratzen konnte.
Nach den 12 km haben wir auf dem Heimweg die Zutaten für das Abendessen besorgt und sind zurück zum Zeltplatz gefahren. Und wieder war ein Urlaubstag vorbei und es bleibt nur noch der morgige Dienstag übrig bevor wir uns wieder knapp 1000 km auf den Heimweg machen müssen.


