Nach der Nacht ging es dann heute Morgen wieder ganz normal los. Für heute und morgen haben wir eine Art erweiterten Gammel Tag vor. Was meine ich mit erweiterter Gammel Tag? Ich meine einen Tag an dem wir vorwiegend am Zelt bleiben, die Füße hoch legen, lesen, funken und die Kinder am Zeltplatz rum rennen und spielen, baden wenn ihnen danach ist. Erweitert wird der Tag dadurch, dass wir uns vorgenommen haben, heute nach Osby zu fahren und dort das Spielzeugmuseum von Brio „Bröderna Ivarsson, Osby“ zu besuchten.

Aber ich bin euch ja noch den Nachtrag zu der Geschichte mit dem Laptop schuldig. Die Bestellung mit dem Handy hatte gestern nur bedingt geklappt. Nach drei Versuchen die Bestellung per Kreditkarte auszulösen und einem Versuch es via PayPal hin zu bekommen muss ich versehentlich Vorkasse angeklickt haben und die ist dann auch durch gegangen. Ich wollte aber nicht per Vorkasse bestellen und habe daher heute früh, nachdem ja mein Handy wieder problemlos funktioniert bei dem Shop angerufen. Es war leider nicht möglich die Bestellung umzustellen, aber sie konnten die Bestellung stornieren und da das Angebot heute auch noch gültig war, konnte ich die Bestellung entsprechend mit dem Laptop neu aufgeben. Was stellte sich dabei dann noch raus? Es ist auf ihren Seiten aus Sicherheitsgründen nicht möglich, Bestellungen am Handy via PayPal oder Kreditkarte auszulösen. Warum sagt einem das blos keiner?

Was habe ich danach gemach? Ich habe mich der Funkerei, heute versuchsweise auf dem 18m Band gewidmet. Und was soll ich euch sagen, es hat überraschend gut funktioniert. Neben dem Funken habe ich den Krimi weiter gelesen, so wie auch der Rest der Familie sich den Wind um die Nase hat wehen lassen und ansonsten den Kopf in die elektronischen Bücher gesteckt hat. Nils frisst gerade „Die 5 Freunde“. Aktueller Stand in diesem Urlaub, 1 Buch „Herr der Ringe“, 20 Bände „Die 5 Freunde“ und ein weiteres. Währen ich so hinter dem Auto sitze, lese und meinen Rechner beim FT8 funken bewache sehe ich im Augenwinkel, wie der Wind unter das Vorzelt eines Wohnwagens schräg hinter uns greift, das Vorzelt herum aufs Dach schleudert und Tische und Stühle abräumt. Damit war Papas Entscheidung gefallen, wir können nur mit den Fahrrädern in die Stadt aufbrechen, das Auto muss als Windbreaker zwingend stehen bleiben.

Irgendwann am frühen Nachmittag ging es also mit dem Fahrrad los. Den kleinen Berg am Camping Platz rauf, dann den langen Berg runterrollen ins Dorf, links ab durch den Kreisel und unter der Bahn durch. Auf der rechten Seite liegt gleich das Museum. Im Erdgeschoss findet man die Ausstellung mit den unterschiedlichsten Holzspielzeugen, die Brio über die Jahre entwickelt und produziert hat, jeweils mit eine Beschilderung der entsprechenden Jahreszahl. Bereits am Eingang wurden wir auf die zwei besonderen Bereiche des Museums aufmerksam gemacht:

  1. Einen Teil der Ausstellung (Märklin & Barbie sowie Spielekonsolen) findet man in zwei Reisezugwagons, die auf dem Ladegleise neben dem Museum stehen. Vielleicht sollte man erwähnen, dass das Gebäude des Museums der Lagerschuppen mit Gleisanschluss von Brio war.
  2. Im Untergeschoss findet man die Welt des Weihnachtsmannes. Dazu könnt ihr euch die entsprechenden Fotos zu diesem Artikel anschauen.

Mitten in der Ausstellung findet man eine große Holzeisenbahn Anlage mit der die besuchenden Kinder ausgelassen spielen dürfen. Diese Holzeisenbahn ist das wohl bekannteste Produkt von Brio und wird inzwischen von zig Herstellern nachgebaut.

Bleibt mir jetzt nur noch, über die Rückfahrt und das besondere Abendessen zu berichten. Nach dem Museum ist Papa noch mal ein paar Meter weiter in Richtung Bahnhof vorgefahren, da er dort den Kran und noch ein paar Häuser fotografieren wollte.

Dann hat Mama wieder die Führung übernommen und ist mit uns wie verabredet zum ICA gefahren. Dort haben wir für das Abendessen 4 Tüten (2 kg) Schrimps gekauft. Da wir inzwischen weiter im Inland sind, sind hier die Fischstände nicht mehr so häufig, sodass wir auch anhand der Preise die Tiefgekühlten vorgezogen haben. Mit vier Tüten tiefgekühlter Schrimps im Rucksack lassen sich auch zwei Packungen Eis einigermaßen unbeschadet bis zum Zelt transportieren. Dort angekommen haben wir erst mal das Eis vernichtet und noch ein wenig weiter gelesen. Gegen 19:45 Uhr waren die Jungs von ihrem Ausflug über den Camping Platz noch immer nicht wieder zurück. Dennoch hat der Papa angefangen einen Salat zu schnitzen. Da bereits während der Salatzubereitung ständig irgendwas weggeflogen ist und Papa auch da schon Besuch von den nervigen Wespen bekommen hatte, haben wir gemeinsam beschlossen, das Abendessen ins Zelt hinter das Fliegengitter zu verlegen. Nils und Nick haben jeweils 3 Schrimps probiert, der Rest ist in Mama und Papas Bäuchen gelandet.

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