Der Mittwoch hat so begonnen, wie der Dienstag aufgehört hat. Erst mal gemütlich ausschlafen und dann unter den Pavilion setzen und anfangen zu lesen. Vor dem Frühstück haben wir uns aber noch entschieden, das wir in Ermangelung von 10 Kronen Münzen die Dusche immer noch nicht besuchten, also den See zum Waschen aufsuchen müssen … Brrrrrr … Papa ist ein Frostbeuele.
Danach gab es Frühstück und die große Überlegung, was machen wir heute, was machen wir morgen. Nachdem es uns für Göteborg eigentlich schon zu spät war, haben wir uns dann entschieden, heute Trollhättan zu besuchen. Bei Trollhättan handelt es sich um eine touristisch gut erschlossene, historische Industriestadt, auch wenn der Guide meinte, die Stadt wäre mit Ihren knapp 100 Jahren noch recht jung.
Dort sind wir als erstes in das Innovatum gegangen. Das war ein klasse technisches Mitmachmuseum für die Kinder. Von dort ging es nicht mehr durch die Saab Auto Austellung sondern gleich zum „Wasserfall“. Da hier das erste Wasserkraftwerk Schwedens (Olidan) steht, und ein zweites (Hojum) das alte Denkmalgeschützte teilweise schon abglöst hat, ist der Wasserfall trocken gefallen. Nur einmal am Tag um 15:00 Uhr werden die Schleusen zum Wasserfall von Vattenfall geöffnet, sodass 30 000 l durch den Wasserfall strömen können.
Anschließend sind wir zum Olidan Kraftwerk gelaufen und durften es kostenlos besichtigen und alles Fotografieren. Es ist nicht einfach, wenn man eine englische Führung zeitversetzt den Kindern übersetzen muss. Es wird dringend Zeit das zumindest Nils endlich vernünftig englisch lernt. Wir durften den Einlauf, den Notablauf und auch die Turbinenhalle besichtigen. 4 Generatoren der alten Anlage sind vollständig abgeschaltet. Von den verbleibenden 9 Generatoren sind im Normalbetrieb 5 ferngesteuert aktiv. Da die alte Anlage mit nur 87% Wirkungsgrad 8% weniger als die neue hat, und durch den Denkmalschutz nicht umgebaut werden kann, wir alles Modernisierung in die neue Anlage gesteckt.
Als die Anlage Anfang 1900 in Betrieb gegangen ist, wurden die Planer von der Bevölkerung gerügt, dass man eine solch überdimensionierte Anlage gebaut hätte. Die Anlage könnte doch ganz Skandinavien mit Energie versorgen. Bereits 7 Jahre später wurde die Anlage um einen zweiten Einlauf erweitert. Ein Generator mit 10 MW versorgt heute ca. 10 000 Haushalte der Stadt Trollhättan.
Nach der Besichtigung haben wir dann noch einen Spaziergang zur Schleuse gemacht. Von der Schleuse gibt es nicht viel zu berichten. Gegen ca. 17:30 Uhr sind wir dann wieder aufgebrochen zurück nach Allingsas. Dort am Ortseingang sind wir noch mal im Coop gewesen, da wir uns entschlossen hatten, heute das Abendbrot selbst zuzubereiten. Von aussen betrachtet sind wir ziemlich Planlos durch den Supermarkt geirrt. Lange konnten wir uns nicht entscheiden, was es geben sollte, da wir eigentlich etwas typisch Schwedisches essen wollten.
Unsere Suche hat dann in einem Fantasie mit Schneegestöber geendet. Es gab Kartoffelwürfel mit Rindfleischwurstwürfeln (Pytt i Panna) veredelt mit Kaisergemüse und Hüttenkäse. Dazu einen Gurkensalat aus den zwei Gurken, die wir in der letzten Woche nicht verarbeitet hatten.
Beim Schreiben des Berichtes sollte ich aufpassen, bei dem guten Handy Netz nicht mein Monatsvolumen am ersten Tag aufzubrauchen…














