Heute geht es zurück nach Ilmenau. Und da die Strecke mit knapp 1000 km und mit Anhänger 12 Stunden nicht gerade ein Spaziergang ist, sollte die Nacht vorher eigentlich noch mal gute Entspannung bringen. Aber bei einer tropischen Nacht 1 fällt der Schlaf sowieso schon nicht sonderlich erholsam aus, da sind Störungen durch Musik nicht wirklich schön. Es ist 02:30 Uhr und ich bin kurz wach geworden um auf die Toilette zu gehen. Dabei stellte ich fest, das sogar noch mindestens eine Zikade in der Nähe des Zeltes auch wach ist.
Und wach ist auch das Partyfolk in der Disko auf dem Zeltplatz bei Medulin 2. Auch wenn der Lärm bestimmt nicht die Grenzwerte überschreitet, so wird mir in dieser Nacht bewusst, warum die Lärmschutzrichtlinien beim Beurteilungspegel Zuschläge für Ton-, Informations- und Impulshaltigkeit vorsieht.
Um 07:00 Uhr explodiert die Bombe und wir beginnen so schnell wie möglich mit dem Aufräumen und Abbau des Zeltes. Leider steigen die Temperaturen schnell an, sodass es um 11:00 Uhr als wir mit Frühstück und dem Aufräumen fertig sind, bereits deutlich über 30° C auf dem Thermometer stehen. Mit dem Anhänger geht es gerade so die Steigung auf dem Zeltplatz hoch, dann aber geht es nach dem Bezahlen los. Wir sind noch mal nach Pula rein gefahren um erst mal ein paar l Super nachzufassen und die Pfandflaschen abgeben.
Dann ging es auf die Autobahn und die ersten km musste sich das Auto an den Anhänger erst mal gewöhnen. Aber dann ging es doch recht Flott voran, bis wir an die Kroatisch – Slovenische Grenze gekommen sind. Hier ging es in Schrittgeschwindigkeit den Berg runter und das Thermometer steigt und steigt … Bis wir über 42° auf dem Autothermometer ablesen konnten und die Klimaanlage ganz schön zu kämpfen hatte.
Durch Slowenien ging es dann erst wieder ziemlich schleppend 34 aber nach einer Weile lief es dann doch recht zügig bis zum Karawankentunnel, dem Grenztunnel zwischen Slovenien und Österreich, wobei eigentlich in der EU und im Schengen-Raum die Grenze nicht mehr den Reiseverkehr aufhalten sollte. Nur leider ist das mit der Abschaffung von Grenzkontrollen nur so lange ein funktionierendes Konstrukt, solange es uns gut geht und wir nicht an unseren Status kratzen. Kommen wir also zurück zu der Fahrt durch den Tunnel. Das es einen Stau vor der Mautstelle geben wird war uns klar, da auf der Slowenischen Seite die Maut noch in bar kassiert wird 5, dass es aber durch den Tunnel in Richtung Norden nur mit 40 km/h geht verwundert schon. Auf der österreichischen Seite fuhr man immer einfach aus dem Tunnel weiter auf der Autobahn, da die Grenzkontrolle im Vorfeld des Tunnels auf slovenischer Seite durchgeführt wurde. Nun ist es aber anders … man kommt aus dem Tunnel raus und da stehen auf der Autobahn große Schilder auf der Autobahn: “Republik Österreich / Grenzkontrolle”. Dann ist die Autobahn gesperrt und man wird nach links durch eine Öffnung im Mittelstreifen auf die alte “Ausreiseanlage” umgelenkt. Aber die Österreicher kontrollieren wenigstens noch die Ausweise was leider nicht alle an ihren neuen Grenzkontrollstellen machen.
Weiter ging es auf der Autobahn in Richtung des Tauerntunels. Auf dem Stück hat sich das Wetter schlagartig geändert und die Temperaturen sind um gut 20° C gefallen. Ein ordentlicher Regenguss und etwas Wind hat die Fahrt nicht gerade vereinfacht.
Kommen wir nun zur Österreichisch – Deutschen Grenze bei Salzburg. Ich hatte mich ja über den Aufwand schon in meinem Bericht der Hinfahrt aufgeregt, aber nachdem wir diese “Grenzkontrolle” erlebt haben, ist mein Entschluss gereift, das ich mal bei unseren zuständigen Abgeordneten nachfragen muss, was dieses Possenspiel bringen soll bzw. gebracht hat. Von Salzburg kommend wird der Verkehr angestaut, PKW’s müssen die linke, Gespanne, Busse und LKW die rechte Spur nutzen. Die PKW’s bleiben auf der Bahn, während die anderen in einer Ausweichkurve kurz von der Bahn geführt werden. Die Kontrolle findet aber nur nach Beutschema statt, alle anderen müssen nicht mal die Ausweise bereithalten.
Die Fahrt ging im Anschluss ohne nennenswerte weitere Zwischenfälle bis Nürnberg. Wir hatten uns angesichts der Uhrzeit entschieden, die BAB 73 durch Nürnberg zu nehmen. Auf der Strecke war aber eine Nachtbaustelle eingerichtet worden, sodass wir einen kleinen Stau überstehen mussten. Gegen 01:30 Uhr waren wir dann erfolgreich daheim und in unseren Betten.