Auch wenn wir heute mal wieder einen faulen Tag gemacht haben, gibt es doch sehr viel zu berichten. Und der Bericht fängt schon weit vor dem Frühstück an. Gegenüber in Meduling gibt es auf einem der dortigen Campingplätze eine Open Air Disko, die gerade am Wochenende so gegen 22:15 Uhr anfängt die Musik auf bei uns angenehme 1 70 – 80 dB einzustellen. Die Disko schließt zum Morgengrauen, so ab ca. 05:00 Uhr ist dann schlagartig Ruhe. Ich kann mich eigentlich diese Nacht gar nicht beschweren, da seit einigen Tagen mal wieder nur mit einer Unterbrechung zum Pinkeln ausgekommen bin.

Dann bin ich euch noch einen Nachtrag schuldig. Ich weiss nicht wann mir das aufgefallen ist, aber wenn die Kinder pinkeln gehen, dann müssen sie es den Großen umbedingt gleich tun und im Stehen Pinkeln. Dazu gibt es hier auch für die Männer zwei Pinkelbecken. Nur leider sind die für den “Wicht” eigentlich noch zu hoch. Also stellt er sich ca. 10 cm davor und zielt nach oben und trifft mehr recht als schlecht. Nils bekommt es hin, wenn er sich auf die Zehen stellt, das er so an das Becken ran kommt.

Machen wir weiter mit der Wasserschlacht zwischne Nils und Nick, die in der Folge zu dem heutigen Tagesmotto geführt hat. Aber der Reihe nach: Der Nils hat während des Frühstücks so rumgealbert, das er mit der Milch seinen Stuhl geflutet hat. Milch wissen wir alle, wenn sie trocknet und nicht ordentlich beseitigt wird, stinkt erbärmiglich. Also bekam der arme Nils den Auftrag, nach dem Frühstück den Stuhl ordentlich mit nem Schwamm und Spüli zu behandel und abschließend mit einem Gartenschlau abzuspritzen. Nur leider hat der Gartenschlauch den Nils auch dazu motiviert seinen Bruder zur Hilfe zu rufen und ihn dann nach der hier schon oft propagierten Geschwisterliebe mit einer Wasserschlauchdusche zu beglücken. Als dann der Patschnasse Nick zum Zelt gekommen ist, meinte Mama erst, Papa solle einschreiten, doch er hatte eine wesentlich subtilere Strafe im Sinn: “Nils, du schreibst jetzt zwei Seiten, warum du deinen Bruder nicht so ärgern sollst.”
Nur leider war Nils hier sogar dem Papa ein wenig überlegen und hat die Schreibübung in der Bart Simpson Mentalität gelöst. Er hat sich einen Einzeiler ausgedacht und den so lange geschrieben, bis er zwei DIN A5 Zettel voll hatte.

Bevor allerdings der Nils mit dem Schreiben anfangen konnte, musste auch er sich erst mal von seinen nassen Klamotten befreien. Und dabei hat er sich dann auch von seinem schlechten Gewissen befreit, indem er die Kappe vom Bleistift wiedergefunden hat. Sie lag nicht wo wir gesucht hatten, sondern war an der Ecke vom Zelt vorbeigeflogen und lag neben dem Zelt, zwischen Zelt und Wäscheleine. Aber vor allem Nils, aber auch alle anderen waren erleichtert.

Wir haben immer noch nix gemacht, aber es gibt dennoch mehr zu berichten, wenn auch nur zwei kurze Statements:

  1. Leider und auch ein bisschen Gott sei Dank, hat uns heute den ganze Vormittag ein Wolkenband begleitet, das die Sonne abgedeckt und so für Schatten gesorgt hat. Aus dem Wokenband vielen auch immer mal einige Tropfen Regen, nur war der bei weitem nicht so schlimm wie im vergangenen Zelturlaub in der Quarner Bucht, wo danach der halbe Zeltplatz schwamm.
  2. Hatten die Jungs doch die Tage festgestellt, dass das Boot ein Loch im Knick zwischen den Bodenkammern und der großen Ringkammer hat, und massiv dadurch Luft verliert. Vor allem der Nick war schon traurig, aber Papa konnte ihm helfen und hatte Flickzeug mit … Heute war das Boot nach zwei Tagen Trockendock wieder Einsatzbereit aber … nur für den heutigen Tag, denn wieder im Knick, diese mal an einer anderen Stelle ein neues Löchlein. Und da der Kleber min. 24 h trocknen soll, wird die Reparatur auf Ilmenau verschoben.

So … eigentlich sollte man denken das der Zeltplatztag damit endlich ausführlich erzählt wäre, aber mit nichten. Nachdem wir gestern keinen Erfolg hatten in der Kneipe zum Ferkel essen, haben wir uns das heute vorgenommen. Drei Portionen Ferkel aber die Augen bzw. die Protionen waren größer als der Magen … wir haben Kapituliert und den Rest eingesteckt. Den wird es am Mittwoch als Verpflegung während der Heimfahrt geben.

Abschließend für den Tag müssen wir anmerken, das entgegen des Trendes vom Freitag, das der Campingplatz zusehens voller wird, hat der Füllstand heute rapide abgenommen.  Und das gilt leider auch für die Freunde von Nils 2 und Nick. Sie reisen morgen ab … wollen 07:30 Uhr starten. Also mussten die Drei heute versuchen ihr Wizzard Spiel noch zu beenden, da aber beide 3 nur Augen für Leonie hatten war das konzentriert Spielen nicht so einfach.

 

  1. gefühlte[]
  2. vor allem seine Freundin Leonie[]
  3. vor allem aber Nils[]

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