Das Wetter heute Morgen motivierte uns endgültig zum Aufbruch nach Hause. Seit ca. Mitternacht knallen hier die Gewitter runter. Als um 06:00 Uhr die anderen noch verbliebenen Gäste 1 aufgebrochen sind, ging gerade mal wieder ein Guss runter. Gut, das wir schon einiges ins Auto geladen hatten.
Also die letzten Taschen aka Rucksäcke packen, eine Kleinigkeit frühstücken, sich noch verabschieden und los geht es.
Heute sind die ca. 90 km Landstraße bis Györ echt kein Spaß. Teilweise Bäche auf der Straße und Sicht bei Scheibenwischer auf vollspeed trotzdem sehr gering. Dann kommt noch die Sorge dazu, dass wir ja vor der Autobahn noch frisches Gemüse für das Gulasch zum Urlaubsabschluss in Deutschland kaufen wollten. Im letzten Dorf vor der Autobahn hatten dann doch trotz des Regens die Gemüsestände geöffnet und die Preise waren auch entsprechend günstig 2.
Dann auf die Autobahn 3 und Richtung Östereich / Slowakei. Am Kreuz bei Hegyeshalom hat mich geli erst mal noch 12 km Ringelpietz geschickt. Nun ja, schuld war die Karte, dort war die 15 schon als Autobahn eingezeichnet, in natura ist es aber momentan nur eine Spur der Autobahn und als Staatsstrasse gekennzeichnet. Es ist zwar schon alles für eine richtige Autobahn vorbereitet, aber die zweite Fahrbahn fehlt noch und ist zurzeit eine planierte Wiese.
Ab der Slowakischen Grenze 4 ging es dann auf einer Autobahn Richtung Bratislava. Dort mussten wir noch mal kurz in einen Stau abbiegen, denn ein Verbindungstunnel, der in Bratislava die E75 mit der E65 nach Brno / Prag verbindet, ist noch nicht vollständig angebunden.
Für geli neu, auf der Autobahn nach Brno steht mitten ohne Ortsanschluss plötzlich eine Grenze. Von der Slowakei nach Tschechien und die nächste Vignette. Nun aber erst mal 400 km durch Tschechien.
Nach der Grenze der nächste noralgische Punkt war Brno. Dort musste kurz vor dem Ort die Autobahn gewechselt werden. Auf der 1 ging es nun bis Prag. Tanken wollten wir eigentlich erst nach Prag auf der Bundesstraße Richtung Chumotov / Chemnitz. Leider mussten wir dann aber vor Prag doch mal 10l nachlegen. Eine gute Möglichkeit nach ca. 5 h 30 min auch gleich einen Fahrerwechsel durchzuführen. Leider konnte ich aber auf den folgenden Straßen nicht wirklich schlafen, aber erholsam war es trotzdem.
Prag kann man leider nicht wie Geli erst behauptete, auf einen Autobahnring umrunden sondern es musste doch ein Stück durch die Stadt gestanden werden. Nun gut, wir haben keine Ahnung, wie wir es hätten anders timen können, aber zwischen 15:00 und 16:00 Uhr an einem Freitag durch eine Großstadt fahren zu müssen, wäre auch ohne den kaputten LKW auf der rechten Spur nicht besonders angenehm.
Nach Prag ging es dann auf einer gut ausgebauten 5 Straße weiter Richtung Chumotov dann über die Grenze 6 nach Chemnitz.
Dort hätten wir beinahe noch die Auffahrt auf die Autobahn verpasst, ein Kreuz noch und wir waren auf der A4 Fahrtrichtung Gera / Erfurt / Frankfurt. Eine kurze Pinkelpause mit erneutem Fahrerwechsel und dann noch ca. 150 km auf deutscher leiser und kaum geschwindigkeitsbeschränkter Autobahn und wir sind nach insgesamt ca. 2750km in Ilmenau angekommen. Gott sei dank habe ich noch rechtzeitig mitbekommen, dass die Straßensanierung des Wiesenwegs begonnen hat und konnte so gleich von hinten an die Wohnung anfahren. Jetzt nur noch das Auto ausladen dann hat uns die Heimat wieder.
In Gedenken an den ersten Auslandsurlaub der jungen Familie Nowack
Tobias Nowack