Heute soll der zweite Teil unseres Urlaubs beginnen, die Hauptstädtetour. Mit der Vermieterin haben wir ausgemacht, dass wir um 10:00 Uhr weg sein wollen. Mit Umpacken, 3 Taschen auf eine noch benötigte, und Auto so packen, das wir den Kofferraum zusätzlich abschließen können und einem Reste verbrauchenden Frühstück waren wir dann gegen 09:30 Uhr entsprechend auf der 7 unterwegs. Das Wetter wollte uns auch vom Balaton verabschieden, bewölkt, 18°C und zwischendurch ein paar Regentropfen. Wie wir später erfahren sollten war der Wind von gestern Abend, der mich am Antennen aufbauen gehindert hatte, in Budapest ein richtiger Sturm der auch einige Bäume geschafft hatte.
Vorbei an Siofok war unser erstes Ziel die Krönungsstadt Szekesfehervar auf deutsch Stuhlweißenburg. Dort begann dann auch das Chaos. Geli durch dir Fahrt auf der 7 bei laufender Klimaanlage eingelullt, wenn ihr mich fragt eher nicht an einer Besichtigung interessiert hat sich auch nicht auf die Beifahrertätigkeit vorbereitet. Nach einem ersten intuitiven Parkplatz, von dem wir aber noch nicht den Kartenausschnitt des Reiseführers anpeilen konnten 1 ging es mit zwei Suchkreisen in eine Seitenstraße; TobbY inzwischen auf 180 angehalten, Tür geknallt und erst mal gefragt. Die Besitzerin des Kiosks war dann auch sehr hilfsbereit und konnte uns sogar eine Karte der Stadt vermachen. Noch um drei Ecken und schon waren wir am Ziel.
Ein Parkplatz am Parkstreifen 2 und dann dem beschriebenen Rundgang gefolgt. Montag, alle Museen zu, geli da sie nicht auf das erste öffentliche WC wollte, schlecht gelaunt und von der Blase angetrieben und nur knapp 30 min Parkdauer 3 waren die denkbar schlechtesten Voraussetzungen für einen Rundgang wie ihn TobbY gewohnt ist.
Begonnen hat der Rundgang am Ruinengarten, einem rekonstruierten Teilstück der Stadtmauer. Weiter ging es dann Richtung Reichsapfel Brunnen und Rathaus. Vorbei an der St. Anna-Kapelle und dem Dom St. Peter und Paul zum Reiterstandbild König Stephans. Dann ging es auch schon wieder zurück vorbei am Ehemaligen „Gasthof zum Pelikan“ und wir waren wieder am Ausgangspunkt dem Ruinengarten angekommen.
Nach der Aktion war dann der TobbY wieder ein bischen eingeschnappt, also durfte geli die nächsten Kilometer fahren. Dank mangelndem Interesse an dem Menschen 4 ging es Richtung Autobahn weiter. Noch fix eine Vignette gekauft und dann mit 130km/h nach Budapest getuckert. Kurz vor Budapest 5 hatte sich TobbY wieder beruhigt, aber es war zu kurz um erfolgreich mit den Budapest Stadtplänen klar zu kommen. Nun gut, erst mal rein und dann nach einem Hotel schauen. Eine Rundfahrt auf dem großen Ring, im Hotelführer nicht fündig geworden und dann vor Ort den großen Schrecken, 99€ / Nacht oder sogar mehr für drei Sterne… ne, dafür bekommen wir am Balaton ja die letzten vier Nächte.
Also mal wieder den Plan geändert, zurück zum Ursprünglichen. Aber wo wir schon mal da sind, wollen wir den Tag auch noch nutzen. Ein Parkhaus sollte es dann doch schon sein 6, und gegen 14:00 Uhr zu Fuß los zur großen Markthalle.
Beeindruckend und beim Gemüse noch günstiger als die Straßenstände am Balaton. Aber seht auf den Fotos selbst 7
Nun ging es an der Donau entlang zu der Abfahrtsstelle der Budapestrundfahrten. Einen kleinen Umweg mussten wir laufen, da die Straße vor der Englischen Botschaft auch für Fußgänger gesperrt ist. Zwei Stunden Rundfahrt führten uns zu den meisten Sehenswürdigkeiten. Vorbei an der Oper die Andrassy Straße entlang bis zum Heldenplatz am Stadtwald. Wieder zurück durch Pest am Ostbahnhof 8 entlang, vorbei an der Rokus Kapelle, dem Franziskanerplatz und der Innerstädtischen Parkkirche zur Donau, d.h. zur Elisabethbürcke. Über die Donau dann nach Buda. Dort vorbei an der Fischerbastei und dem Königlichen Schloss weiter Richtung Citadelle. Dort einen 15 min. Fotostopp und weiter zum Monument von 1956 durch den Burgtunnel an der Donau entlang zur Margarethenbrücke. Wieder auf der Pest’er Seite angekommen ging es noch an dem Parlament vorbei entlang der St. Stephen Basilika um nach gut zwei Stunden wieder am Ausgangspunkt anzukommen. An der Donau, dem Parlament gegenüber konnten wir sogar den Aufwand für das RedBull Airrace anschauen. Bilder von den Gebäuden seht selbst.
Nach der Rundfahrt noch mal quer durch die Stadt laufen und ab ins Parkhaus. 9 Und jetzt aber los auf die Autobahn, Vignette hatten wir ja schon und zurück zum Balaton.
Eigentlich wollten wir ja jetzt auf der Ostseite nach einem Quartier schauen, aber die beiden Orte 10 sagten uns überhaupt nicht zu, das mögen Insider Tipps sein, wenn man sich dort auskennt.
So waren wir letztendlich wieder am Ortsschild von Balatonalmadi. Und da uns die erste Unterkunft zugesagt hatte, warum nicht noch mal dort probieren. Das Hallo, als wir wieder vor dem Tor standen war groß, unser Zimmer noch frei und wir wussten wo wir die restlichen vier Tage unseres Urlaubs bleiben. 11
Jetzt aber erst mal noch was zum Abendbrot und dann ab ins Bett. So ein chaotischer Tag schlaucht ganz schön.
Geli: “So richtig zufrieden bin ich über den ganzen Tag nicht, ich bin nicht erfüllt.”
- dafür kostenfrei[↩]
- kostenpflichtig[↩]
- der Automat nahm nur Ungarische Münzen kleiner 100 Ft. an[↩]
- so dachte der eingeschnappte TobbY[↩]
- geli meint noch heute erst in Budapest[↩]
- sicherheitshalber ganz eng an der Wand geparkt[↩]
- 200g Studentenfutter für TobbY, eine Gewürzmischung scharf für ungarisches Gulasch und ein paar Postkarten war der ganze Einkauf. Kurs in Budapest inzwischen bei 272Ft = 1€[↩]
- hier kommen die Züge aus Wesen an[↩]
- Schon ein wenig tricky… nach 18:00 Uhr kommt man nur mit der Parkkarte rein.[↩]
- Balatonkenese und Balatonfuzfö[↩]
- Mit uns sind nun alle Zimmer, Wohnungen belegt.[↩]









