… nix geht mehr … Game Over.

Leider gilt das nicht nur für unseren Urlaub, der heute mit der letzten Etappe der Heimfahrt zu Ende gehen wird, nein das gilt auch für unseren Opel Zafira, der uns die vergangen 7 Jahre und ca. 95.000 km begleitet hat.

Aber fangen wir noch ein paar Stunden früheren mit dem Bericht an: in Iserlohn wurden die Liste der offenen Arbeiten von allen gleichermaßen abgearbeitet, am Ende zog es sich aber doch bis ca. 16:00 Uhr, bis wir endlich aufbrechen konnten. Wir wollten möglichst heute am Samstag noch Richtung Ilmenau aufbrechen, damit wir morgen noch etwas aufräumen können und am Montag wieder mit der Arbeit oder der Schule starten können. Und wie sich im Verlaufe des Abends zeigen wird, war das eine sehr Weise Entscheidung.

Da TobbY die Hinfahrt allein beschreiten musste, ist geli, wie gestern auch mit der ersten Etappe gestartet. Das Ausparken vom Wohnwagen aus der großen Einfahrt in Iserlohn lief routiniert, aber mit der zu erwartenden Blockade des Tannenwegs ab und wir haben dann an der BFT Tankstelle in Iserlohn den Tank aufgefüllt. Gemütlich und mit einem feinfühligen Gasfuß hat uns geli auf der übliche Route über Unna Ost, Kassel nach Hessisch Lichtenau auf den Autohof gebracht. Gelis Feingefühl im Gasfuß konnte das Ruckeln des Autos auf diesem Streckenabschnitt sehr gut kontrollieren und uns Störungsarm bis zum Zwischenstopp bei MC Donalds am Autohof in Hessisch Lichtenau bringen.

Dort sind wir abgefahren um auf die Toilette zu gehen und haben uns noch einen Milchshake und ein Eis geholt. Geli hat hier gefragt, ob TobbY weiter fahren könne, da ihre Konzentration abgenommen habe oder ob sie noch weiter fahren solle bis sie wirklich nicht mehr könne. TobbY meinte das er gerne übernehmen könne und ist ab hier weitergefahren. Es ging zurück auf die A44 und zwar, wie TobbY inzwischen meist fährt, mit dem Tempomaten anstelle eines feinfühligen Gasfußes. Leider begann dann kurz nach dem Zwischenstopp das in diesem Urlaub schon ausführlich bekannte Ruckeln mit der Anzeige einer Motorstörung 1 und auch wieder des schon bekannten ECS Fehlers.

Auf der A4 wurde das Ruckeln schlimmer und das Fahrzeug hatte an nahezu jedem noch so kleinen Anstieg ein erhebliches Leistungsproblem. Da geli mit wesentlich weniger Ruckeln unterwegs war, hat TobbY schon länger überlegt ob er mit diesem Auto die Steigung zwischen dem Behringer Tunnel und der Ausfahrt Stadtilm 2 hoch kommt oder ob da nicht lieber geli wieder fahren solle. Dies angesprochen nach der Abfahrt Gotha Boxberg, Fahrtrichtung Dresden meinte geli, sie sei wieder Fit genug, das sie auch am nächsten Parkplatz 3 wieder übernehmen könne. Beim nächsten Blick in den Spiegel zeigt sich TobbY das irgendwie das Abgas des Autos plötzlich sichtbar wurde 4. Also wird die Abfahrt Gotha unser, dann kann man auf den Autohof fahren und überlegen was man macht, meinte er noch. So weit sind wir dann aber gar nicht mehr gekommen, kurz nach der Galopprennbahn meinte dann geli das es wohl besser wäre auf den Seitenstreifen zu fahren, da sie irgendetwas riechen würde.

Als das Auto auf dem Seitenstreifen abgestellt war, gingen wir alle erst mal hinter der Leitplanke in Sicherheit, Warnwesten oder Warnjacken drüber und Nils durfte das Warndreieck in 200 – 250 m Abstand hinter dem Auto aufstellen.

Den ADAC konnten wir per Telefon nicht, dafür aber per ADAC App erreichen. Ca. 5 min. nach der schriftlichen Unfallmeldung meldete sich ein Abschlepper, erkundigte sich nach der genauen Situation und kündigte sein Eintreffen in ca. 45 min. an. Er kündigte aber auch an, dass er den Wohnwagen nicht mit nach Ilmenau nehmen könne, sondern den Wohnwagen am Parkplatz „Drei Gleichen“ abstellen müsse und wir ihn dort abholen müssten. Da TobbY schon vorher versucht hatte einen Feuerwehrkollegen zu finden, der den Wohnwagen von der Opel Werkstatt in den Amselweg bringen könne, hatten wir für das Problem schon eine Lösung: David hat sich dann auch bereit erklärt uns vom Parkplatz zu holen.

Als der Abschlepper endlich vor Ort war, stellte sich heraus, warum er mit dem Wohnwagen so ein Problem hatte. Da die Anhängerkupplung recht weit unter dem Auto angebracht war und die Ladefläche weit über die Stoßstange hinaus ragt, ist der Kurvenradius mit dem Fahrradträger auf der Deichsel extrem eingeengt. Ein Fahrrad haben wir dann auf der Autobahn noch nach Hinten in den Wohnwagen umgeladen, sodass wir wenigstens mit dem Wohnwagen durch das Kreuz Erfurt und bis zur Abfahrt Ilmenau Ost kommen. Der Kreisel am Ende des Autobahnzubringers war dann aber das Finale Ende der Mitfahrt des Wohnwagens.

Hier an der Stelle haben wir uns nun mit David getroffen und den Abschlepper ab- und Davids Bus angekuppelt. Erst während wir mit dem Mitarbeiter noch auf das Eintreffen von David gewartet haben, hat TobbY erfahren, das es auch ausreichend gewesen wäre, hier das zweite Fahrrad abzuladen und dann wären wir mit dem Gespann bis zum Opelhändler gekommen 5. Während David und TobbY dann den Wohnwagen wieder bei David angekuppelt haben, kam auch noch ein Rettungswagen vorbei und hat uns von hinten abgesichert 6.

Damit war die Geschichte noch nicht ganz beendet. Wir sind also mit dem Gespann dann zum Opel gekommen und haben dort gleich das Auto fast vollständig leer geräumt, was dank des Bus, den David fährt kein Problem darstellte.

Im Amselweg angekommen stand dann noch das Auto von Markus Freundin auf dem Weg, sodass wir nicht unsere Einfahrt erreichen konnten. Als wir ihn dann gebeten haben, sein Auto auf die Seite zu stellen, konnten wir ihn auch gleich fragen ob er morgen 7 dem Motorrad und Anhänger wieder TÜV geben kann, denn zu diesem Zeitpunkt fuhr bis auf die Fahrräder nur noch der Mover unter dem Wohnwagen 8.

Nachdem das Auto dann auf die Seite gestellt war, wollte uns David noch zeigen, das er besser Anhänger fahren kann als wir und hat den Bus ein gekuppelt und ist bis in unsere Einfahrt gefahren. Ich weiss aber schon, warum wir das normalerweise nicht machen, selbst David ist mit dem linken Radhaus (das etwas über den Wohnwagen hinaus steht)) an dem üblichen Zaunpfeiler bei uns entlang geschrammt. Wir haben uns dann geeinigt, das wir kein Spritgeld zahlen und er keinen Politur Einsatz machen muss.

Den Abschluss des Tages sollte ein Abendbrot vom Dönermann werden, das wir kurz nach Hessisch Lichtenau online auf 21:30 Uhr bestellt hatten. Johannes hat netterweise den Dönermann dann abgefangen und unsere Pizza bzw. den Döner im Backofen warm gestellt, leider aber auch den Dönersalat.

Schauen wir also mal, wie es dann in den nächsten Tagen mit dem Auto weiter geht.


Kurz noch retrospektiv einen Blick in die Zukunft:

– Sonntag hat das Motorrad und der Anhänger 9 TÜV bekommen

– Montag hat die Werkstatt einen Blick auf das Auto geworfen: Zylinder 2 hat keine Kompression mehr und man sieht die Kolbenringe, also ein finaler Motorschaden der laut Opelwerkstatt mit einem Austauschmotor zu reparieren wäre, Kosten > 5.000 €

– Dienstag hat die Quad Werkstatt das Quad abgeholt und repariert auch wieder gebracht 10

– Donnerstag hatten wir einen Termin im örtlichen Ford Autohaus und sind so gut wie sicher, das unser nächstes Auto ein Ford Kuga. full hybrid, Allrad werden wird. Dieser hat 184 PS und darf 2 to anhängen.

  1. blinkend, dann wieder weg []
  2. A71 []
  3. Drei Gleichen Süd []
  4. dunkel grau ins schwarze übergehend []
  5. Im Nachgang ist mir die Idee gekommen, wir hätten auch West abfahren können und wären dann zum Parkplatz an der Grillbude gekommen, ein deutlich sicherer Ort um das Zugfahrzeug zu wechseln.[]
  6. gut wenn man als Feuerwehrmann die Kollegen vom RD auch kennt []
  7. ja, auch wenn es Sonntag ist []
  8. Quad: Federspanner gebrochen; Motorrad @home: keinen gültigen TÜV; Motorrad @work: Batterie leer []
  9. das ist eigentlich eine eigene Geschichte, die aber nicht in den Urlaubsblog gehört []
  10. Kosten: 50 € netto extra []

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