So für heute, den letzten Tag, wollten die Jungs eigentlich einen Faulen Tag einlegen. Dagegen hat sich TobbY aber verwehrt, denn anders als im Sommerurlaub macht ein Fauler Tag bei einem solchen kurzen Städtetrip keinen Sinn. Wir müssen es nicht übertreiben, aber wir können ruhig etwas unternehmen und da wir beim Besuch des Museums in Sinsheim die Schwebebahn entdeckt und damit das Fördertechnik Museum identifiziert haben, hat sich TobbY die Webseite 1 angeschaut und gemeint, das könnte was für alle sein.
Trotz des geplanten Museumsbesuches haben wir uns nicht vom Ausschlafen abbringen lassen, bis dann ein komisches Geräusch an der Deichsel zu hören und spüren war, das geli und TobbY gegen 07:30 Uhr aus dem Bett geholt hat. Na gut, das es gestern schon gegen 11:00 Uhr ins Bett gegangen war, sollte das reichen, also kann man dann auch aufstehen, duschen und sich um die vergangen Tage im Tagebuch kümmern.
Nach und nach wurde auch der Rest aus dem Bett geschmissen und wir konnten nach gemütlichem Frühstück und Vormittag noch vor 13:00 Uhr den Platz verlassen und uns auf den knapp 30 km Tripp noch mal nach Sinsheim machen. Heute haben wir nur die Autobahn gemieden, denn obwohl heute Feiertag ist, ist die Bahn so voll, dass es eine Steh- und keine Fahrbahn ist.
Am Museum angekommen ging es erst mal los, einen passenden Parkplatz zu finden. Zur Not wären wir auch auf den Parkplatz des Technik Museums ausgewichen, aber die zum „Erlebnismuseum“ gehörenden Parkplätze sind kostenfrei und keine 10 m vom Eingang entfernt, sodass man ohne eine potenzielle Regenjacke das Museum betreten kann.
Im Vergleich zum Technikmuseum in der Nachbarschafft muss ich sagen ist dies hier ein viel „technischeres“ Museum, vor allem mit dem Anspruch des Erlebnis Museums auch für Kinder. Das Museum befindet sich in den ehemaligen Firmenhallen der Firma Axmann Fördertechnik. Herr Axmann hat, nachdem er den Firmenzweig in Sinsheim verkauft, die Firmenhallen aber behalten hat, hier ein Museum einrichten lassen. Es werden vor allem Prototypen oder Messeexponate ausgestellt. Die meisten der Exponate sind voll betriebsfähig und können von den Besuchern per Knopfdruck in Bewegung gesetzt werden. Dabei werden die einzelnen Fördersystem gut, umfassend aber auch kindgerecht erklärt.
Gleich nachdem wir das Museum betreten haben, kam uns ein Automatisierter Museumsguide der Ilmenau Firma Metralabs entgegen und fraget an, ob eine irgendwohin frühen darf.
TobbY kam sich schon wie eine gallische Nervensäge vor, denn ständig, wenn er an dem ein oder anderen System auf den Knopf drückte, ging nix. Meist war das Eingreifen eines Museumsmitarbeiters erforderlich, denn dann hingen mal wieder zwei Transportbehältnisse und verklemmten sich gegenseitig oder blockierten die entsprechende Lichtschranke. Grundsätzlich aber gab es für den Ingenieur viel mit den Augen zu klauen aber nicht viel, was man hier beschreiben kann. Das Verhalten als gallische Nervensäge hat mir aber auch zwei Extraführungen eingebracht, zum einen Auswerfer, der durch Schuhe die Transportboxen genau dort aus der Hauptstrecke ausschleust wo der Kund es brauch, denn dort ging die Knopfdrückanlagen nicht und ließ sich auch kurzfristig nicht zum laufen bringen und zum anderen den Mülleraufzug, eine Aufzug mit dem ein Müller seine Lasten und sich selbst in der Mühle nach oben gefahren hat. Dieser Aufzug war durch ein Seil fernsteuerbar, das Seil fungierte zugleich wie eine Totmannschaltung und das alles original mit Wasserkraft angetrieben.
Wenn man vergleicht, dieses Erlebnismuseum stemmt den ganzen Aufwand mit 3 Festangestellten im Vergleich zum Nachbarn mit > 100.Dennoch fordert sogar diese Erlebniswelt den Angestellten mehr als ein rein Statisches Museum. Leider das spannendste Exponat war die Briefvorsortiermaschine. Leider sind trotz immenser Entwicklungskosten nur zwei Maschinen wirklich an Briefzentren verkauft worden.
Einige Exponate waren auch eher Kunstwerke mit Fördertechnik aber auch an denen konnte Kind etwas lernen. Besonders gefreut hat sich TobbY über die Fischertechnik Gondelbahn. Endlich hat mal jemand so eine Gondelbahn nachgebaut, an der sich TobbY in seien jungen Jahren nach einem SKI-Urlaub auch schon mal versucht hat.
Dann vor der Heimfahrt noch fix hoch in die Schwebebahn. Dort ein kurzes Video über den Transport und Wiederaufbau am Museum bzw. dem Aufbau eines Stückchen Straße und dem wieder einhängen der Bahn.
Anschließen noch nachtanken damit wir morgen voraussichtlich ohne Unterbrechung nach Ilmenau durchfahren können. Und wieder zurück an den Wohnwagen. Grillen zum Abendessen und die Geschichte fertig schreiben und schon ist auch der letzte Tag hier im Schwäbisch Pfälzischen um und morgen früh heißt es abbauen und heimfahren.






