Und heute steht der zweite anstrengende und lange Museumstag auf dem Programm. Nur leider haben wir auch heute es nicht so pünktlich geschafft aus dem Bett aufzustehen wir es TobbY sich gewünscht hat, damit er möglichst lange im Museum verweilen darf.
Und wieder war es mit aufstehen, Frühstücken und aufbrechen 10:08 Uhr bis wir am Einlass des Museums angekommen sind, und dass, obwohl wir heute nur knappe 15 Minuten Fahrzeit vom Campingplatz bis zum Museum haben. Und auch in Speyer wird man von Flugzeugen über dem Museum auf den letzten Metern zum Museum geführt. Insgesamt hat TobbY dadurch nun eine Stunde weniger zur Besichtigung, ich hoffe aber, dass es gut zu schaffen ist 1 .
Was gibt es sonst zu dem Museum zu sagen. Halle 1 gleicht eigentlich dem Museum in Sinsheim, Flieger an der Decke und Autos / Motorräder auf dem Boden. Neben einer Welte Philharmonieorgel 2 über der Ausstellung dreht sich in der Mitte der Ausstellung ein Etagenkarussell mit Bruder Orgel 3. Bei beiden Ausstellungsstücken gilt aber wieder, wer Musik hören will, muss Zahlen. Ein Zahlautomat der Münzen oder Karte/ Handy 4 nimmt, wird mit 1 – 3 € aktiviert und dann spielt das Instrument für einige Minuten. Ich war zu Geizig, aber wie Nils schon in Sinsheim festgestellt hat, wenn man nur lange genug wartet, hat man alle kostenpflichtigen Knopfdrücker einmal erlebt.
Was gibt es sonst von der Fahrzeughalle zu berichten?
- Ein Mini als Doppelstockbus für die Rundfahrt in einem Tierpark.
- Fahrschulroller 5 ; der Fahrlehrer fährt hinten auf dem Roller mit und hat Bremse oder/und Kupplung oder sogar einen Motor Notschalter 6 .
- Der Frontlenker LKW 7 wurde Ende der 60er Jahre eingeführt, da der damaligen Verkehrsministers Hans-Christoph Seebohm etliche Vorschriften erließ um die Bahn gegenüber dem LKW konkurrenzfähiger zu machen. Darunter eine Gewichts- und Längenbeschränkung. Also waren die Automobilkonzerne gezwungen, die LKWs kompakter zu bauen. Leider haben auch die Regeln nicht den Abschwung der Bahn im Güterverkehr verhindert.
- In Speyer wurden die Feuerwehrfahrzeuge ausgestellt, die in Sinsheim fehlten, während es hier in Speyer weniger Militärfahrzeuge zu sehen gab 8 .
- Ein roter BMW 320/6 der Baureihe E21 vom ehemaligen Verteidigungsminister Dr. Manfred Wörner aus den 80er Jahren, der auch ein großer Förderer von diesem Museum gewesen ist. Daher hat nach seinem Tot 1994 9 seine Frau diesen BMW dem Museum geschenkt.
In einem kurzen Gespräch mit einem Mitarbeiter, ich hatte ihn darauf aufmerksam gemacht, das in der Landwirtschaftsausstellung im Obergeschoss der Halle ein Transmissionsriemen vom Motor gesprungen ist und der Knopfdrücker daher nicht funktioniert, hab ich einiges zu dem Unternehmen „Technik-Museum Sinsheim Speyer“ erfahren. Neben den zwei Museen betreiben Sie an jedem Standort noch ein Hotel. Insgesamt 800 Mitarbeiter. Leider konnte er die Transmission nicht wieder in Betrieb bringen, denn die Gurte sind so ausgeleiert, dass sie nicht ohne Nachspannen funktionieren. Er erzählte mir dann, dass er für diese Tätigkeit zuständig ist und schon neue Gurte bestellt hat. Sie sollen auch noch die Woche eingebaut werden, da aber am Wochenende eine Großveranstaltung auf dem Gelände war, sind sie noch mit Aufräumen beschäftigt, was wir auch mitbekommen haben, denn als ich ihn angesprochen habe, bauten sie Gerade die letzten Bierzeltgarnituren aus den Laufwegen ab.
In der Mittagszeit bei bestem Sonnenschein ging es dann durch die Freiluftausstellung. Leider war mir nicht bekannt und auch anhand der Beschriftung nicht zu erkennen, dass wenn man die Ausstellung ganz rumläuft, man zu den letzten drei Maschinen rechts und über dem Eingang kommt.
Auf dem Freigelände findet sich ansonsten eine Boing 747-200 der Lufthansa, die nach dem sie ausgemustert war dem Museum übergeben wurde. Besonders glücklich ist das Museum auch über Ihre Antonov AN32. interessant, die AN32 konnte auf dem Flugplatz Speyer landen und musste dann nur über die angrenzende Straße gezogen werden.
Neben Luftfahrzeugen gibt es auch Wasserfahrzeuge auf dem Museumsgelände. So ging es über einen Seenotrettungskreuzer und unter Deck des deutschen U-Bootes U9. Dieses Boot gehört immer noch der Deutschen Marine und damit Deutschland und wird von ehemaligen U-Bootfahrern gepflegt und regelmäßig finden entsprechende Führungen statt. Vermutlich hatte ich das Glück, einer solchen Führung in Sinsheim für einige Minuten zu folgen.
Nach dem Durchstreifen des Freigeländes ging es dann weiter in die zweite Halle. Die Halle steht unter der Überschrift Raumfahrtausstellung. Leider musste ich feststellen, dass diese Ausstellung nicht unbedingt TobbY übermäßiges Interesse geweckt hat. In der Ausstellung wurden neben einigen Repliken von Raumfahrzeugen und einer Buran vor allem Raumanzüge, aber auch die Arbeitsoveralls und T-Shirts der einzelnen Missionen ausgestellt. Grundsätzlich waren die Anzüge, die Funktionsunterwäsche sowie der Kühl und Wärme Anzug, den Raumfahrer beim Weltraumausstieg benötigen, um die Temperatur zwischen Sonne und Schatten zu regulieren interessant. Nur muss man in einem Technikmuseum nicht jedes Poloshirt zeigen, denn die unterscheiden sich nicht weiter als im Aufdruck / der Stickerei.
In den vielen Tafeln über die Missionscrews und die deutschen ESA-Raumfahrer bin ich über Ulrich Walter gestolpert. Ich hatte das irgendwie nicht auf dem Schirm, er kommt gebürtig aus Iserlohn und hat sein Abitur am MGI gemacht. Wieder etwas in der Rubrik unnützes Wissen gelernt.
Neben der Raumfahrtausstellung wurden im Umlauf der zweiten und dritten Etage auch Motor- und Fahrräder ausgestellt. Aufgefallen dort ist mir ein Fahrrad, das anstelle einer Luft Bereifung im Gummi Mantel kleine Federn auf der Felge hatte. Aber seht selbst.
Im Eintrittspreis für das Technik Museum ist auch das Raritätenkabinett „Museum Wilhelmsbau“ 10 enthalten, das man nach dem Besuch des Technikmuseums mit der Eintrittskarte noch besuchen kann. Also hatte TobbY seinen Rundgang ein wenig auch so geteimt, dass er in einer halben Stunde noch flott durch die drei Etagen durchschauen konnte. Da es sich aber bei dem Raritätenkabinett eher um Puppen und große Dioramen handelte, waren die 30 Minuten auch voll ausreichend. Im Folgenden einige Beispiele.
Im Erdgeschoss wurden weitere Mechanische Musikinstrumente gezeigt. Auch hierzu einige Bilder. Leider war diese Abteilung so spärlich besucht, dass man für ein Klangerlebnis selbst hätte in die Geldbörse greifen müssen, sodass der Geiz mich dran gehindert hat.
Anschließen hatten wir noch ein wenig Zeit und da geli schon im Vorfeld gesehen hatte, das es in Hockenheim ein Engelbert Strauß Geschäft gibt und TobbY bei seinen Jacken auf die Marke umgestiegen ist, hatte sie vorgeschlagen, dort einen Zwischenstopp einzulegen. Gegenüber hat TobbY dann noch ein Haix Store entdeckt, aber am Ende sind wir ohne weiteres Geld auszugeben aus den Läden wieder raus.
Auch wenn uns allen die Füße weh tun, mussten wir noch für das Abendessen einkaufen. Im Supermarkt hat dann mal TobbY gebockt, denn wenn man schon in der Pfalz ist, dann will man doch auch mal Pfälzer Küche probieren. So ist es hinterher eine Fantasie mit Maultaschen geworden. Und wir haben uns verständigt, dass in den kommenden zwei Tagen ein Abend noch essen gegangen wird, aber dazu morgen mehr.
- Und um die Spannung vor weg zu nehmen, 3 Flieger und das Boot der Kelly Family habe ich nicht geschafft; das Boot der Kellys weil ich es nicht gesehen und die Flieger weil ich den Eingang nicht gefunden habe, erst nachdem wir schon draußen waren und gefragt hatten.[↩]
- https://speyer.technik-museum.de/de/welte-philharmonieorgel [↩]
- https://speyer.technik-museum.de/de/karussell-mit-bruder-orgel [↩]
- Berührungslos [↩]
- z. B.Heinkel 150 [↩]
- Während meiner Motorrad Fahrstunden bin maximal ich beim Fahrlehrer mitgefahren, nicht aber mein Fahrlehrer bei mir. [↩]
- bei dem der Motor unter dem Fahrerhaus sitzt, heute üblich [↩]
- https://speyer.technik-museum.de/de/feuerwehrfahrzeuge [↩]
- Krebs [↩]
- https://speyer.technik-museum.de/de/museum-wilhelmsbau [↩]

























