Montag, 24.06.2024

Eigentlich gibt es zu solch umfangreichen Fahrtagen 1 nicht wirklich viel zu schreiben, und so wäre es auch heute gewesen, wenn … ja wenn … aber lest dazu erst mal den kompletten Bericht.

Schon direkt nach dem Aufstehen beginnt solch ein Fahrtag mit dem Abbau, der meist recht früh mit dem Frühstück unterbrochen wird, damit dann Stühle und Schuhschrank wegkönnen, um dem Vorzelt die Luft rauszulassen. Wir sind anscheinend inzwischen so routiniert, dass man nicht mehr in Hektik verfallen muss und dennoch gegen 11:00 Uhr den Campingplatz verlassen können.

Die ersten gut 360 km hat dann TobbY übernommen. Durch die Pampa zurück auf die E4, dann in der Mittagszeit durch Stockholm und weiter bis Gävle. Dort mussten wir tanken, haben für morgen Früh noch Brötchen im ICA mitgenommen, Fahrerwechsel gemacht und eine „Mittagpause“ bei Max, einer schwedischen Burger Kette.

Schon bei der Pause haben wir mitbekommen, dass es ganz schön warm geworden ist. Weiter geht es dann für geli auf der E4 bis kurz vor die Högakustenbron2. Damit haben wir von den knapp 1200 km bis zum Polarkreis die Hälfte hinter uns gebracht.

Wir merken aber schon sehr deutlich, dass wir immer näher an die Mitternachtssonne herankommen. 20:15 Uhr, Ankunft am Campingplatz 3, von Abendstimmung keine Spur, nur leider auch keine geöffnete Rezeption 4 und auch keinen Stellplatz mehr …

Da wir aber übermütig bis an die Schranke zum Platz heran gefahren sind, mussten wir kurz abkuppeln, Auto drehen und den Wohnwagen mit dem Mover drehen 5 und zurück auf den Parkplatz vor dem Campingplatz. Werden wir also heute Nacht mal nicht auf einem Campingplatz stehen und daher auch keinen Strom zur Verfügung haben.

Das sollte für eine Nacht mit einem Wohnwagen ja eigentlich keine Hürde darstellen wenn, ja wenn nicht geli übermütig am Roxen die letzten 3 – 5 l Wasser aus dem Tank abgelassen hätte und wenn der Thermofühler vom Gasregler 6 des Kühlschrankes nicht rumspacken würde. Es ist fast wie mit der Heizung in Berlin, entgegen aller Probleme die wir bisher beim Zünden es Kühlschrankes auf Gas bisher hatten, sprang der Kühlschrank heute bei TobbY beim ersten Versuch an und blieb auch erst mal an. Nach dem Abendbrot (dazu später mehr) habe ich dann noch mal am Luftauslass gefühlt und er war wieder kalt. Beim zweiten Versuch habe ich es nicht mehr eingeschaltet bekommen und ich vermute die Gasüberwachung ist hin ((https://www.youtube.com/watch)).

Während geli und Nick mit der Gießkanne zum Campingplatz losgezogen sind um eine Kanne Wasser für die Nacht zu besorgen und schiffen zu gehen, haben Nils und TobbY die Vorbereitungen für die autark stehende Nacht soweit abgeschlossen. Anschließen hat Nils angefangen den Grill für die Pizza aufzubauen und dafür etwas im Fach unter der Bank gekramt. Und man darf es ja gar nicht laut sagen, aber es tauchte ein seit einem Jahr verschwundener schwarzer Ohrhörer von Nils Headset wieder auf. Er hatte sich inzwischen schon ein neues Set besorgt.

TobbY hingegen hat das Wohnmobil unterhalb unseres Stellplatzes besucht. Ein grüner LKW, ein ehemaliger Funkwagen des Bundesgrenzschutzes mit Kennzeichen aus Soest. Die beiden Jungs haben dann erst mal ein wenig über ihre Reiseerfahrungen mit dem Mobil berichtet und über sie kamen wir auch an die Infos zum Zugang zum Campingplatz. Sie waren ca. 15 Minuten vor uns eingetroffen und hatten noch die Rezeption angetroffen. Aber auch ihnen wurde schon mitgeteilt, dass der Platz ausgebucht ist. Dafür das sie auf dem Platz die Sanitäreinrichtungen nutzen dürfen haben sie 170 kr gezahlt und die Codes bekommen. Leider hatten die beiden Wasserträger kein Telefon dabei, sodass sie das Foto mit den Codes nicht bekommen haben, sie waren aber dennoch erfolgreich.

Die Jungs waren auf dem Rückweg aus Finnland 7, wo sie das Wohnmobil für die vergangen zwei Jahre untergestellt hatten. Sie berichteten, dass sie mit dieser Methode auch schon in Afrika unterwegs waren. Auf meine Frage nach Führerschein oder TÜV antworteten sie, dass sie das nicht so deutsch pedantisch nehmen. Der eine hatte den LKW Lappen, der andere halt nicht …

Gegen 22:00 Uhr saßen wir dann vor unserm Wohnwagen und genossen eine Pizza vom Pizzastein auf dem Grill. Sonnenuntergang heute hier 22:50 Uhr, Sonnenaufgang morgen 02:50 Uhr. Also brauchen wir kaum Strom für die Beleuchtung, nur zum Linsen wechseln im Bad und für die Wasserpumpe am Klo. Was wir aber so nicht im Plan hatten sind die Mücke …

Ich hatte vor einigen Sommern 8 schon mal auf anraten meiner Campingaktiven Feuerwehrkammeraden eine Flasche SNT 1002 9 besorgt und die war auch im Wohnwagen gelandet. Mit war dann zwar im vergangen Jahr schon aufgefallen, das der Sprühkopf den Geist aufgibt und da ich mit dem Vertreter zu tun hatte, dachte ich, ich hätte schon einen neuen besorgt, aber irgendwie ist noch der alte drauf und mit dem ersten Sprühstoß zerlegte es denselben. Muss ich wohl daheim noch mal schauen oder noch besser im kommenden Jahr mal eine neue Flasche von dem Zeug besorgen.

Als gegen 23:00 Uhr der Grill soweit wieder abgekühlt war, das man den Feuerkorb zeigen konnte, bin ich noch mal vor zum Grünen und da die Jungs die Tür offen hatten hab ich auch noch mal reingeschaut, aber mit hatte das Tageslicht etwas in der Zeit irritiert und daher waren sie schon im Bett. Inzwischen ist es 0 Uhr und wir haben immer noch Abendrot am Himmel.

  1. geplant > 600 km []
  2. Hohe Küsten Brücke[]
  3. Snibbens Camping Stugby[]
  4. nur bis 19:00 Uhr[]
  5. ich hatte mich darüber erst gestern mit einem Nachbarn auf dem Platz am Roxen unterhalten[]
  6. Sicherheitsventil[]
  7. Oulu[]
  8. noch mit dem Zelt[]
  9. https://www.profi-star.de/desinfektion/539-snt-1002[]

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