Donnerstag 20.06.2024
Wie angekündigt haben wir unseren Wecker etwas knapp an die Ankunftszeit gelegt, 05:15 also gut 45 min., bevor die Fähre in Trelleborg ankommen sollte. Aber der Kapitän hatte wohl über Nacht den Turbo genzündet und bereits um 04:45 Uhr kam die Durchsage, wir legen in 1h an und bitte die Kabinen in den kommenden 30 min räumen. Das Frühstück wurde noch beworben und wir quälen uns in unseren zwei getrennten Kammern mühevoll von der Matratze.
Und tatsächlich gegen 05:45 Uhr sind wir am Anleger und können die Fähre verlassen 1. Laut gelis Recherche ist der Sprit in Schweden billiger, sodass wir dieses Jahr nicht in Rostock, sondern nach der Ankunft in Trelleborg tanken gefahren sind.
Von Trelleborg ging es über die klassischen Rennstrecken linker Hand Richtung Malmö und dann weiter Richtung Stockholm. Leider zeigte die kurze Nacht bei den beiden Fahrern, ihre Beeinträchtigungen. So ist geli in Trelleborg gestartet und nach gut 2 h und 137 km bei Örkelljunga rausgefahren, um den ersten Fahrerwechsel anzuschieben.
Bei dem Zwischenstop wurde dann TobbY’s Ostergeschenk eingeweiht, zwei Tassen Kaffee aus der Makita Akku Kaffee Maschine, um die folgenden 218 km nach Gränna zu überstehen. In Gränna mussten wir dann erneut an der Circle K Tanken und es folgte der erste größere Kulturshock. Die Circle K Tankstelle in Gränna am Traficplats hat tatsächlich ein Geschäft mit einer schicken und sehr sauberen Sanitäranlage. Außerdem gibt es neben den klassischen Tanksäulen eine recht große Ladeinfrastruktur mit 2 x 6 Ladesäulen (24 Ladeplätze), einer Tanksäule mit HVO100 und Tanksäulen für Scheibenreinigungsflüssigkeit.
Da kein Kind Zuckerstangen wollte, ging es direkt weiter auf die letzten Schleif, noch mal 106 km bis Sandvik’s Camping, am Roxen. Dort angekommen haben wir kurz eingecheckt. Da wir vor 2 Jahren schon mal da waren ging das in der Rezeption nach dem Motto: „Ihr wisst wie das läuft?“ „Ja“ „Dann viel spass.“.
Am Stellplatz 47 angekommen ging es mit dem ersten Aufbau los. Auch wenn wir nicht mehr so richtig eingespielt sind, ging es gefühlt doch zügig voran. Und dann kam der erste Rückschlag von Nick aus dem Wassertank. Wir hatten den Tank und die Anlage in Ilmenau noch geprüft und sind dieses Jahr von Frostschäden verschont geblieben. Aber schon im vergangenen Jahr war der Stopfen für den Wassertank nicht mehr richtig dicht zu bekommen und wir haben immer wieder basteln müssen. Nick hatte 30 l im Tank und es tropfte fleißig raus.
Geli hat recherchiert und da sie eh noch einkaufen müssen, ging es halt auch noch in den Camping Laden einen Stopfen zu holen. Ansonsten Vorzelt einziehen, Kompressor anwerfen Scheiben einhängen 2 und schon steht der Tanzsaal. Im Anschluss haben wir fix das Auto ausgeräumt und Tisch und Stühle aufgebaut und schon war die Beschaffungsgruppe aus geli und Nick unterwegs.
Mit Nils haben wir um den Wohnwagen fertig aufgeräumt und dann auf den Rest gewartet. Die Wartezeit haben wir genutzt, um schon mit dem Tagebuch anzufangen. Gegen 17:00 Uhr wollten wir alle wieder da sein, leider hat die Einkaufsgruppe etwas Verspätung. Da wir verstanden hatten, dass heute die Mittsommerstange (midsommarstång) 3 gebunden und aufgestellt wird, wollten wir das nicht verpassen. Gut, dass wir es nicht richtig verstanden hatten. Heute wurde nur die Mittsommerstange gebunden, aufgestellt wird er erst morgen Nachmittag.
Beim Mittsommerstange binden waren nur die älteren „Dauercamper“ anwesend und wir, die neugierig schauen und Fotos machen wollten. Aber die Aktivitätsbeauftragte des Camping Vereins für Mittsommer hat ihre Aufgabe so gut verstanden das wir dann nicht nur zugeschaut, sondern auch mitgeholfen und am Ende einen von den zwei Kränzen als Familie gebunden haben 4. TobbY hat die Grundlage geschaffen, einen grünen Kranz 5 gebunden und die restlichen drei haben den Blumenschmuck ergänzt. So hängt dann den Sommer über einen Kranz der Familie Nowack an der Mittsommerstange auf Sandvik’s Camping am Roxen.
Was man heute auch feststellen konnte, der Campingplatz ist so voll wie wir das beim letzten Mal nicht erlebt haben. Es wurden sogar Stellplätze am Fußballfeld ausgeschildert und mit eigenen speziellen Stromverteilern versorgt.
Anschließend gab es schwedisches Abendbrot mit Rote-Bete-Salat 6, Natokit7, Köttbullar und Lingon Sylt8. Danach hat sich geli zum Meditieren und TobbY zum Nachrichten schauen lang gemacht. TobbY musste dann noch mal geweckt werden, denn mit Schlafanzug schläft es sich besser.
So hat TobbY dann leider nicht mehr selbst mitbekommen, wie dunkel 9 die Nacht schon hier am Roxen nur noch wird, und wir wollen ja noch weiter. Dort müssen wir dann voraussichtlich die Vorzeltbeleuchtung wirklich nicht mehr aufbauen.
- Die Skane (von Scandline) ist 22:30 Uhr, also gut 1.5h vor der Nils Dacke in Rostock ausgelaufen, ist aber mehr oder weniger zeitgleich im Hafen in Trelleborg angekommen.[↩]
- und irgendwann denken wir auch mal an die Gurte für die Frontstützen[↩]
- https://de.wikipedia.org/wiki/Mittsommerfest#Majst%C3%A5ng[↩]
- Auch hier merkt man mal wieder die unterschiedliche Kultur, den Deutschen wäre unsere Leistung nicht perfekt genug gewesen, hier sind wir gelobt worden.[↩]
- you have to tie it tight[↩]
- den wir mir Resten aus Ilmenau gestreckt haben[↩]
- Kartoffelbrei aus der Tüte[↩]
- Preißelbeermarmelade[↩]
- oder sollten wir lieber sagen wie hell[↩]















