Und nachdem wir gestern am Zelt geblieben sind, haben wir heute einen ganz weiten Ausflug gemacht. Es ging nach Schweden, wobei das ja gar nicht so weit ist ( ca. 23 km ) aber mit einer kurzen Fährpassage auf dem Weg …
Aber fangen wir den Tag wieder am Morgen an. Nach dem Aufstehen und der Befragung unsers Nils nach seinem Gesundheitszustand haben wir uns entschieden, dass wir es doch mit dem großen Ausflug probieren wollen. Also sollte es mit den Frühstücksvorbereitungen zügig voran gehen und Nick hat entschieden, er macht uns heute lieber Rührei als Schönen Eier im Omnia.
Danach noch fix die schwedische Cola Flasche 1 einstecken und eine Tagesticket für die Fähre gebucht. Ein Tagesticket berechtigt für zwei Fahrten, innerhalb eines Tages, genau was wir wollen. Aber leider scheint heute das Buchungssystem einen Hack zu haben und meldete uns, dass die Bestätigungsmail in spätestens 1 h kommen würde. Da die Mail nicht kam, sind wir dann trotzdem gestartet mit der Zeitplanung, wenn wir am Terminal angekommen sollte die Mail erfolgreich da sein.
Leider hat uns bzw. den Fähranbieter die Technik im Stich gelassen und wir haben keine Mail mit den notwendigen Ticketdaten bekommen. Auch ließ sich die Buchung nicht im System der Rederei finden und wir mussten ein neues Ticket lösen. Was schaffen wir so? Von drei Fähren fahren zwei elektrisch und welche erwischen wir Unglückspilze? Die eine, die noch mit Diesel fährt.
Vor Helsingør liegt das aus Shakespeares “Hamlet” bekanntes Schloss „Kronborg Slot“ aus dem 16. Jahrhundert. Was aber nicht so oft erwähnt wird, eine Turm des Schlosses dient gleichzeitig als Leuchtfeuer für den Oersund (Kronborg Lighthouse).
In Schweden angekommen sind wir total verwirrt. Aus den letzten Urlauben kennen wir die Schweden und Dänen als sehr ruhige und passive Autofahrer. Aber das trifft irgendwie nicht für die Küstenstraße in Helsingborg zu. Dort wird in eine verstopfte Kreuzung eingefahren und damit die Gasse blockiert, dass man als Linksabbieger gerade mal 2 Autos über die Ampelphase bekommt und während man jemanden ausparken lässt, um den Parkplatz zu nutzen wird man von hinten angehupt.
Dann ging es wie zuvor auch schon in Helsingør zu Fuß durch die Stadt. Da TobbY auf der Suche nach einem Antennenfuß war, standen heute nebenbei auch noch Elektronikgeschäfte auf der Agenda. Das erste haben wir gleich in der Fußgängerzone angesteuert, leider ohne den gewünschten Erfolg. Auf Nachfrage wo es etwas Entsprechendes geben könne, wurden wir zu einem Einkaufszentrum vor der Stadt verwiesen.
Aber erst haben wir den Rundweg durch die Fußgängerzone der Stadt fortgesetzt und sind auch Terrasstrapporna 2 hochgestiegen an den Fuß des Kärnan 3 . Den Turm wollten wir dann nicht noch besteigen, haben aber von der Brücke über die Treppe ein paar schicke Bilder gemacht.
Beim restlichen Rundweg in der Fußgängerzone ist uns nix weiter in die Hände gefallen. Wieder am Meer angekommen sind wir noch entlang der Marina zurück zu unserem Auto geschlendert. Auch wenn der Anleger der Fähren mitten in der Stadt ist, muss man mit dem Auto einmal außen herum in den Hafen, wenn man von der Fähre kommt oder mit der Fähre fahren will.
Auf Empfehlung des Mitarbeiters des Elektroladens sind wir dann in die Mall gefahren und haben dort verschiedene Geschäfte abgeklappert, die wir aus den vergangenen Jahren schon kannten und wo wir immer mal ein paar passende Kleinigkeiten bekommen haben. So haben wir im Rahmen der Mall auch einen Süßwarenladen gefunden der „grüne Ferraris“ im Angebot hatte. Nur eine Sache haben wir auch hier nicht bekommen, obwohl wir mind. fünf passende Geschäfte angesteuert haben, einen neuen Magnetfuß für die Antenne. So was wird heute vermutlich nur noch von Fachgeschäften vertrieben und die gibt es nur ganz selten, da sich der Vertrieb per Internet für solche inzwischen Nischenprodukte etabliert hat.
Wenn ich in meine Jugend (also vielleicht 25 Jahre) zurückdenke gab es so einen Kram in Iserlohn bei Technocenter Schmidt und in Hagen bei Wesfalia oder in Dortmund bei Conrad. Und wenn man dann noch bedenkt, dass Helsingborg mit 104.250 Einwohnern die 9 größte Stadt in Schweden ist 4 , dann hätte ich erwartet auch hier einen solchen Laden zu finden und das mir die Verkäufer wenn sie nix haben einen passenden empfehlen können.
Auch den notwendigen Lebensmitteleinkauf haben wir noch hier in Schweden abgewickelt. Im Dollar Store gab es wieder für 30 Kr. Wattestäbchen, aber mein Lager ist gut gefüllt.
Danach ging es zurück über die Fähre und wieder gab es Probleme mit dem Ticket. Eigentlich dachten wir, jetzt haben wir alles und können gemütlich durch den Automatencheckin und auf die Fähre, aber die Sicherheit trügt. Selbst wenn wir ein Ticket haben mit einem entsprechenden Code drauf heißt das noch lange nicht, dass wir auch für die heutigen Fähren reserviert sind. Also wieder Warnblinker an, Rückwärtsgang rein, warten das der hinter einem stehende die Spur räumt und an einen Schalter mit Servicepersonal. Dort ging alles ganz schnell und wir haben die 19:00 Uhr Fähre noch problemlos bekommen. Dieses mal haben wir eine elektrische erwischt und können bestätigen, sie fährt insgesamt ruhiger. Nils und ich haben es sogar geschafft noch so schnell an Deck zu kommen, das wir sowohl beobachten konnten wie die Verriegelung vom Schiff an der Pier gelöst wurde, als auch beobachten konnten wie die Ladeverbindung kurz vor dem Ablegen getrennt wurde.
Das die RoRoFähren mit nur kurzen Liegezeiten vollautomatisch an der Pier verriegelt werden und nicht mehr mit Tauen gehalten werden kennen wir schon von der Verbindung Rostock – Gedser.
Wieder zurück in Dänemark ging es die Küstenstraße entlang zum Campingplatz. Dort haben wir das Mitgebrachte, fremdländische Abendbrot 5 bereitet und noch ein paar wenige QSO eingefahren. Auch wenn der Tag eigentlich ganz entspannt klingt, hatte er es am Ende doch in sich und wir sind irgendwie platt.















