So dachten wir zumindest an dem Tag noch, und so sind wir auch in diesen Tag gestartet. 07:50 Uhr bin ich runter in den Internet Park mails checken und feststellen das mein Mailssystem irgendwie runter war. Also habe ich das erst mal fix bereinigt, nur war damit der Anfang der 1. Session, in der ich nur zuhören wollte, Stefan aber seinen Vortrag hatte für mich weg; dachte ich zumindest. Ich hatte mir „Nutzer Interfaces für Kinder“ ausgesucht und als ich in dem versteckten Raum ankam, oh Wunder, alles stand noch rum … Es stellte sich dann raus, das von den im Program angekündigten 7 Rednern nur 2 da waren und der Session Chair noch auf ein bisschen Publikum wartete.

So habe ich dann von der Session auch nix verpasst, und der Vortrag, der mich interessierte war unter den anwesenden Rednern. Aber viel interessanter als die Vorträge selbst war, das im Publikum ein hörgeschädigter Teilnehmer saß, und für den 2 Dolmetscher auf Zeichensprache mitkamen. Erst dachte ich nur die beiden Dolmetscher sind gehörlos da sie sich gegenübersaßen, dann konnte ich aber verfolgen, das der eine immer nur kopierte was seine Kollegin schon vormachte. Und dann hab ich auch den Teilnehmer im Publikum gesehen. Auf Nachfrage habe ich dann mitbekommen, dass die erste Dolmetscherin Sprache in englische Zeichensprache und der zweite dann in die Internationale Version übersetze. Außerdem konnten sich die beiden Dolmetscher bei den Fachbegriffen entsprechend ergänzen. Hier muss man ja der USA zugestehen, das Verhalten gegenüber Behinderten ist ganz anders und wesentlich mehr auf Integration ausgerichtet als bei uns Deutschen.

Also hatte ich nach der Session noch viel Zeit eine weiter Session zu besuchen. Dort hatte ich dann durch Zufall auch noch 2 Vorträge gehört, die mich thematisch fesselten. Diese Session ging mit ihren 7 Vorträgen dann auch noch 15 min in die Pause hinein, sodass ich kein Frühstück mehr bekommen habe. Die 2. Session war dann nicht mehr so spannend, dass ich ca. 12:15 Uhr schon Richtung Mall zum Mittagessen aufgebrochen bin. Da ich in meinem Vortrag ein Video zeigen wollte, hielt ich es für angebracht noch mal kurz vor dem Vortrag zu testen, ob auch mein Laptop an dem bereitgestellten Beamer problemlos funktioniert. Da ich früher in die Pause bin, und auch früher wieder raus, hab ich Stefan beim Essen verpasst.

Die Session in der als 7. mein Vortrag angesetzt war, war ein Schmelztiegel für alles was nicht sonst zusammen passte und im weiteren Rahmen mit Sicherheit und Gesundheitsvorsorge in der Mensch-Maschine-Interaktion zu tun hat. Einen Interessanten Kontakt mit einer japanischen Firma hat sich dadurch auch ergeben.

Den letzten Sessionblock von 16:00 – 18:00 Uhr haben wir nach gründlichem Studium des Programms dann fallen gelassen. Die Organisatoren hatten zwar, um die Teilnehmer bei der Konferenz zu halten in diesen Block noch mal 18 Reihen gelegt, aber uns hat da nix angesprochen. Und da wir unsere Vorträge rum hatten und morgen früh halt schon die Heimreise auf dem Programm steht, wollten wir wenigstens noch mal die Füße in den Pazifik halten. Also nach meinem Vortrag rüber ins Zimmer, Umziehen und los Richtung Trolleystation an der Mall. Wir hatten bei unserem Besuch im Seaworld ja schon ausgelotet, das mit Umsteigen in „Old Town Transit Station“ der Strand gut zu erreichen ist. Also los.

Am Strand angekommen sahen wir alle aus dem Fernsehen bekannten Kliches bestätig. Surfer, Jogger, Radfahrer an der Promenade, Bay watch Türme. Davon künden auch die Bilder. Eine Busstation gehen wir dann am Strand zurück, nehmen noch eine Tüte Pazifiksand mit und fahren dann schweren Herzens wieder vom Strand weg. Wir hatten uns entschieden, das wir mit dem Trolley nach Gaslamps Quarter fahren und dort mal schauen, wo wir heute abend noch zum Abschluss einen Burger essen.

Den ganzen Tag 1 haben wir uns schon gewundert, was für abgedrehte Gestalten in der Stadt unterwegs sind. An der Trolley Station stieg Supergirl aus, Zwischnedurch stieg ein voll ausgerüsteter GI in den Zug ein, und aus dem Bus heraus hatte ich die Ghost Busters gesehen. Dann viel mir eine Werbung hinter der Sonnenblende eines entgegenkommenden Trolley auf. Comic Convention. Auch das kannte ich nur aus einer Parodie im deutschen Fernsehen, aber die Amis sind wirklich abgedreht dabei. Da die Trolley Station Gaslamp Quarter genau gegenüber des Convention Centers liegt, waren dann die Leute mit ihren Kostümen und den Batches nicht zu übersehen.

Im Gaslamp Quarter hat Stefan zielsicher eine Irische Kneipe mit sehr leckeren Burgern und einem Angebot: „Burger and Beer 10$“ gefunden. Während wir in dem Laden saßen und uns von Magin bedienen ließen, stellte sich so nach und nach eine Irish Folk Rock Band ein. Etwas aus der Art geschlagen in der Band war ein Afroamerikaner, der Geige und Bongos spielte sowie für die dummen Sprüche zwischen den Stücken zuständig war.

Auf dem Rückweg aus der Kneipe gegen 23:00 Uhr haben wir festgestellt, das in Downtown San Diego am Fr. abend der Bär steppt. In vielen Kneipen gab es live Musik und wegen der Comic Convention irgendwelche special events. Auch haben wir heute am letzten Abend bzw. in der letzten Nacht die ersten Postcarten gesehen, nur jetzt lohnt es auch nicht mehr, welche abzuschicken. An der Trolley Station Gaslamp Quarter hatten wir dann noch Glück, es fuhr die special event Linie, eine Mischung aus Orange Line 2 der Blue Line 3 und green Line 4. Somit sind wir ohne umsteigen von „Gaslamps Quarter“ bis „Fashion Valley Transit“ gekommen und waren am Hotel. Dort haben wir noch gepackt und unsere Betten aufgesucht.

  1. seit wir mit public transport unterwegs sind []
  2. DownTown []
  3. Richtung Old Town []
  4. bis Qualcom Stadion []

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